Bürgerentscheid: Olympia 2018 spaltet Garmisch-Partenkirchen
Garmisch-Partenkirchen hat abgestimmt. Eine knappe Mehrheit hat sich für die Bewerbung Olympia 2018 ausgesprochen. Dies gilt es im Rahmen eines demokratischen Entscheids auch für die Gegner zu respektieren.
Die Sieger des Bürgerentscheids sind aber vor allem die Menschen in Garmisch-Partenkirchen. Dass sie überhaupt beteiligt wurden, ist einzig und allein des massiven Drucks von Nolympia zu verdanken. Die Befürworter wollten ein Bürgerbegehren von Anfang an verhindern. Nun wissen wir warum!
Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Garmisch-Partenkirchen hat sich bei erfreulich hoher Wahlbeteiligung in der Stichfrage grundsätzlich gegen die Austragung der Spiele 2018 ausgesprochen. Das Bürgerbegehren zur Überprüfung der IOC-Knebelverträge erreichte gar annähernd 50%. Das ist ein großer Erfolg für die Olympia-Kritiker, die sich über mehrere Jahre nun einer in der Propaganda der finanzkräftigen Befürworter vermeintlich übermächtigen Olympia-Mehrheit widersetzt haben. Hohn und Spott der Bewerber über die angeblich marginalisierten Kritiker waren dabei nicht selten die Regel.
Ob die Olympia-Bewerbung unter diesen Voraussetzungen ein gewinnbringendes Projekt sein kann, ist äußerst fragwürdig. Denn fast die Hälfte vor Ort haben dem IOC nur ein Signal geben: Ihr seid hier nicht willkommen! Die Mär von der einhelligen Olympia-Begeisterung der Bevölkerung ist seit heute auf jeden Fall endgültig widerlegt.
